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Neue Homepage informiert über Freiwilligendienste im Ausland




Bamberg. (bbk) 38 junge Menschen aus der Erzdiözese Bamberg sind in den vergangenen vier Jahren ins Ausland gegangen, um als „Missionar auf Zeit“ einen freiwilligen Dienst zu leisten. Weit mehr interessieren sich für solche Möglichkeiten des Auslandsaufenthalts, doch oft fehlt es ihnen an Informationen. Das will die Erzdiözese Bamberg nun ändern. Ab sofort stellt eine Homepage die Angebote vor, die mehrere Orden oder das Jugendamt der Erzdiözese Bamberg Einsatzwilligen unterbreiten. Unter www.freiwillig-ins-ausland.de erfährt der Internet-User, was er über die Kriterien für die Auswahl der Freiwilligen, die Vorbereitung des Einsatzes oder dessen Finanzierung wissen möchte. Eine vom Bezirksjugendring finanzierte Postkartenaktion weist die neue Internet-Adresse hin.

Als Erfahrung, die das Leben prägt, beschrieb Generalvikar Alois Albrecht, zugleich Leiter des Referats Weltkirche, bei der Vorstellung der Homepage den Einsatz in Übersee oder in Osteuropa. Die Mitarbeit in einem Kinderheim, einer Landpfarrei oder einem Straßenkinderprojekt zeige nicht nur die schönen Seiten eines Landes, sondern den Alltag der Menschen, sei oft ein Leben mit den Armen. Vorurteilsloses Zusammenleben und soziales Engagement könnten junge Menschen hier lernen – ein Gewinn auch für die Gesellschaft in Deutschland.

Jutta Barnickel, die 2003/2004 vermittelt vom Missionskreis Ayopaya einen Auslandseinsatz in Bolivien absolviert hat, bestätigte Albrechts Einschätzung. Abenteuerlust und der Wunsch, Neues kennenzulernen, hätten bei ihr am Anfang gestanden. Dazu habe sie, der es in ihrem Leben gut gehe, den Wunsch gehabt, anderen abzugeben, die das Schicksal nicht so reich beschenkt habe. Doch, so die Erzieherin aus Kronach, „man bekommt selber mehr zurück, als man geben kann. Die Wertigkeiten, was wichtig ist im Leben, verschieben sich. Man schaut mehr auf andere Menschen, ihre Nöte und Bedürfnisse.“

Den in den 1980er Jahren eingeführten Dienst „Missionar auf Zeit“ gibt es in zwei Formen: Ein einjähriger Einsatz wird vor allem von Jugendlichen geschätzt, die etwa nach dem Abitur einmal, wie Albrecht es ausdrückte, „in eine andere Welt einsteigen wollen.“ Manchen dient er als Hilfe bei der Berufswahl. Anerkannten Kriegsdienstverweigerern wird er unter dem Titel „Anderer Dienst im Ausland“ als Zivildienst anerkannt. Allerdings zahlt in nicht der Staat, sondern die entsendende Organisation. Ein dreijähriger Einsatz ist für Menschen mit Berufserfahrung gedacht. Sie bringen ihre Kompetenz in Projekte ein und leisten dadurch Entwicklungshilfe.

Da die Freiwilligen außer Kost und Unterkunft ihren Auslandsaufnethalt selbst finanzieren müssen, unterstützt sie das Referat Weltkirche der Erzdiözese Bamberg. 47.000 € wurden in den vergangenen vier Jahren für diese Einsätze ausgegeben. Fanden sie früher vor allem in Lateinamerika statt, ist das geographische Spektrum heute breiter. Inzwischen entscheiden sich Freiwillige auch öfter für Afrika, so verbringt ein aus dem Erzbistum stammender Missionar auf Zeit gegenwärtig drei Jahre in Uganda. Das Jugendamt der Erzdiözese wirbt besonders für Einsätze in Osteuropa.

Kontakt: Erzdiözese Bamberg, Referat Weltkirche, Postfach 10 02 61, 96003 Bamberg, www.freiwillig-ins-ausland.de

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